Entstehung Israels
Bereits ab etwa 1200 v.Chr. gab es einen jüdischen Staat in Palästina: Das Reich Juda. Dieses wurde 587 jedoch v.Chr. durch die Neubabylonier unter ihrem König Nabu-kudurri-usur II. erobert: Die Diaspora begann.
Fortan war die Hoffnung auf eine Rückkehr in das "gelobte Land" fester Bestandteil der jüdischen Religion. Obwohl sich bereits seit dem Mittelalter vereinzelt Juden wieder in Palästina ansiedelten, gab es noch keine Forderungen nach einem jüdischen Staat: Da die Diaspora als Strafe Gottes und die Rückkehr mit dem Armageddon und der Ankunft des Messias (womit nicht Jesus Christus gemeint ist) erwartet wurde, hielten die meisten Juden den Versuch, zuvor zurückzukehren, für schlicht unnötig oder -- wie die Chassidim und andere ultraorthodoxe Juden -- gar als Sakrileg an. Erst Ende des neunzehnten Jahrhunderts entstand der Zionismus als politische Bewegung, die die Gründung eines neuen Staates Israel forderte.
Obwohl die Zionisten noch lange Zeit eine Minderheit unter den Juden waren, erreichten sie bald erste Erfolge. 1901 gründete die Zionistische Weltorganisation den Jüdischen Nationalfonds, um jüdische Siedlungen in Palästina zu fordern. Die Ansiedlung von etwa 40.000 russischer Juden von 1904 bis 1914 -- die sogenannte zweite Alija-- war jedoch wohl hauptsächlich eine Folge der damals zunehmenden Judenverfolgungen in Russland. 1919 wurde als größte jüdische Siedlung die Stadt Tel Aviv gegründet. Sie wuchs bis 1939 auf 150.000 Einwohner an.
1947 beschlossen die Vereinten Nationen einen Teilungsplan für Palästina,
welcher einen Arabischen und einen Jüdischen Staat vorsah. am 14.
Mai 1948 schließlich wurde Israel gegründet.